Der Reichstag ist einer der wichtigsten Touristenziele Deutschlands. Nicht nur das Gebäude beeindruckt jedes Jahr viele Touristen, die Geschichte des Gebäudes ist auch sehr eindrucksvoll.

1884 wurde im Tiergarten mit dem Bau des neuen Gebäude für den Reichstag des Deutschen Kaiserreichs begonnen. Der Architekt Paul Wallot hat das Gebäude im Stil der Neorenaissance entworfen, in dem zunächst auch der Bundesrat des Reichs tagte. Am 24. Juni 1920 tagte der demokratisch gewählte Reichstag das erste Mal in dem neuen Gebäude.

Der Reichstag wurde durch einen Brandanschlag 1933 und im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1960 wurde das Gebäude dann wieder aufgebaut und 1999 stark modernisiert. Ab dem 19. April 1999 tagt in dem Reichstag wieder der Deutsche Bundestag.

Das Gebäude wurde mit einem eigenen Kraftwerk ausgestattet Sitzungssälen für den Reichsstag und den Bundesrat. Eine grosse Bibliothek steht den Politikern und Besuchern zur Verfügung, die mit 320.000 Bänden ausgestattet wurde. Ausserdem ist in dem Gebäude das Bundesarchiv integriert.

Heute ziert das Gebäude die Reichtagskuppel, die zu einer Touristenattraktion geworden ist. Mit einem Aufzug können Besucher das 24 Meter hohe Dach betreten und das Stahlskelett der Kuppel betreten. Die Kuppel misst 38 Meter im Durchmesser und ist fast 24 Meter hoch. Sie ist komplett mit 3000 m2 Glass verkleidet, das schon allein 240 Tonnen wiegt. Die Plattform am höchsten Punkt der Kuppel liegt 47 Meter über dem Boden und wird jährlich von mehr als einer Million Besuchern bestiegen.

Für die Bundesrepublik ist das Gebäude von einem hohen geschichtlichen Wert. 1918 wurde von dem Westbalkon die Deutsche Republik von Philip Scheidemann ausgerufen und 1920 endete der Versuch der USPD und der KPD den Reichstag zu übernehmen blutig. Eine Gedenktafel informiert die Besucher über die wichtigsten Vorfälle in der Geschichte des Reichstags. In dem Besucherzentrum können sich die Besucher anmelden und über die Geschichte des Reichstags informieren.