Der Kölner Dom ist die meist besuchte Touristenattraktion in Deutschland. 30.000 Besucher besichtigen täglich die römisch-katholische Kirche in Köln. Unter dem Dom fand man ein 40 m langes Gebäude, das aus dem fünften Jahrhundert stammt und anscheinend die erste Kirche in Köln war. Außerdem fand man unter dem Dom ein Baptisterium aus dem sechsten Jahrhundert, das früher für die Taufe benutzt wurde. Der Dom, der heute zu bewundern ist, entstand im Jahre 1248. Über die folgenden Jahrhunderte wurde der Kölner Dom stetig erweitert, bis weit in das siebzehnte Jahrhundert.

Bei der französischen Besetzung 1794 wurde der Kölner Dom stark beschädigt. Die französischen Besatzer verboten die Gottesdienste und nutzten ihn als Lagerhalle und Pferdestall. Der Dom verfiel in den folgenden 300 Jahren zu einer Bauruine, in der man mehrmals darüber diskutierte, den Dom komplett abzureißen. Erst im September 1842 wurde unter dem König Friedrich Wilhelm IV die Vollendung des Kölner Doms in Angriff genommen. 1863 wurde der Innenausbau des Doms beendet. 1880 dann auch die Fassade, die genau nach den Bauplänen der Dombaumeister von 1280 vollendet wurde. Damit wurde der Kölner Dom nach 600 Jahren fertiggestellt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom durch 70 Bombentreffer schwer beschädigt. Der 700. Jahrestag der Grundsteinlegung fand noch in einem beschädigten Dom statt. Erst 1956 konnten hier wieder regelmäßige Messen stattfinden.

1996 wurde der Dom dann von der UNESCO aufgrund seiner in Europa einzigartigen gotischen Architektur als Weltkulturerbe anerkannt. Die Organisation setzte ihn dann auch 2004 auf die Rote Liste, weil die visuelle Integrität des Doms durch die Hochhausplanungen auf der anderen Rheinseite gefährdet wurde. Erst im Juni 2006 wurde der Kölner Dom wieder von der Roten Liste genommen.

Für die Besucher ist besonders der Dreikönigenschrein interessant, der im 13. Jahrhundert gebaut wurde. Der Goldschrein ist mit mehr als 1000 Edelsteinen und Perlen versetzt, die ihm einen einzigartigen Glanz verleihen. Der Schrein enthält Reliquien der Heiligen Drei Könige und ist jedes Jahr am 6. Januar Ziel vieler Wallfahrten.