Ein Tourist mit seinen zwei Söhnen im Wattenmeer gerettet!

Am 13. Juli wurde durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung von Schiffbrüchiger eine Katastrophe verhindert. Mit dem Boot Hermann Onken und einem Hubschrauber wurde ein besonderer Auftrag erfolgreich abgeschlossen.

Von Blutjadingen aus, einer Halbinsel, die zwischen Jade und der Wesermündung liegt, wurde ein Vater mit seinen zwei Söhnen als vermisst gemeldet. Die Seenotretter beantragten den Hubschrauber und starteten sofort die Rettungsaktion.

Der Vater war mit seinen Söhnen im Watt spazieren gegangen und hatte anscheinend die Geschwindigkeit der herankommenden Flut unterschätzt. Das Wasser läuft bei hereinkommender Flut sehr schnell und hatte den Wanderern den Rückweg abgeschnitten. Jedes Jahr müssen die Seenotretter bei fünf Notfällen dieser Art zur Hilfe kommen.

Diesmal war es besonders kritisch, der Vater musste seine beiden Söhne schon auf den Armen tragen. Die 9 und 15 Jahre alten Jugendlichen waren schon in Panik geraten, da die Flut immer höher wurde. Die Temperatur des Wassers betrug um die 20ºC, sodas die drei nicht länger als 5 Minuten ausgehalten hätten. Außerdem zog sie die Strömung die drei in Seenot geratenen immer mehr in Richtung Meer.

Diesmal ging es noch gut, aber es hat nicht viel gefehlt und die Rettungsaktion wäre tragisch ausgegangen. Die Touristen konnten aber im Hafen Fedderwardersiel sicher an einen Krankenwagen übergeben werden.

Laut dem Rettungsdienst geraten immer mehr Besucher und sogar Berufsschiffer im Wattenmeer in Seenot. Vor zwei Jahren mussten sie 130 Touristen von einem Ausflugsschiff retten, das im Wattenmeer auf Grund gelaufen war. Bei ablaufendem Wasser war das 33 Meter lange Schiff mit 130 Passagieren an Bord auf Grund gelaufen. An Bord waren mehrere Schulklassen, die auf dem Weg zur Insel Langeoog waren.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde 1827 gegründet, die meisten arbeiten auch noch heute ehrenamtlich. Meistens sind es erfahrene Seeleute, die Schiffen in allen Notlagen helfen, sowie diesmal einem Vater und seinen zwei Söhnen.