Airbnb wird durch die EU-Kommission abgemahnt

Laut der europäischen Kommission soll der Online-Anbieter aus den Vereinigten Staaten gegen das geltende EU-Recht verstoßen. Die Buchungen sind für die Mieter sowie für die Vermieter nicht transparent.

Laut den europäischen Verbraucherschützern verstößt die Plattform für Ferienwohnungsvermittlungen durch unklare Preisangaben und nicht zulässige Geschäftsbedingungen gegen das in Europa gültige Recht. Bis Ende August gibt die Behörde dem Online-Anbieter Zeit das Angebot zu verbessern, ansonsten können die einzelnen EU-Länder rechtliche Schritte einleiten.

Laut Airbnb nimmt das Unternehmen die Abmahnung sehr ernst und versucht mit der Behörde die angesprochenen Punkte zu verbessern. Über die Plattform werden jährlich mehrere Millionen Ferienunterkünfte vermittelt, von gewerblichen und privaten Anbietern. Laut der Behörde können Kunden den Gesamtpreis inklusive Servicegebühren nicht immer sofort erkennen. Bei der Suche nach der richtigen Unterkunft werden oft günstigere Preise angegeben, als bei der Buchung später verlangt werden.

Außerdem gibt die Plattform keine Auskunft darüber, ob der Anbieter die Unterkunft privat oder gewerblich anbietet. Da für beide Anbietergruppen unterschiedliche Regeln festgelegt sind, müssen diese von den Mietern sofort erkannt werden.

Weiterhin wird von der EU-Kommission verlangt, dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert werden. Besonders bei den Klagemöglichkeiten und im Falle von Schadenersatz besteht Handlungsbedarf. Reklamiert wird auch, dass Airbnb die Bedingungen nicht einseitig ändern darf, ohne den Mietern die Möglichkeit zu geben, den Vertrag zu stornieren.

Laut der EU-Kommission bietet der Sektor der privat online zu buchenden Urlaubsunterkünfte viele interessante Auswahlmöglichkeiten. Trotzdem müssen die Verbraucherschutzgesetze in den europäischen Ländern eingehalten werden. Die Mieter müssen klar darüber informiert werden, welche Dienste in Rechnung gestellt werden. Seitens der Kommission werden von Airbnb schnelle Lösungen erwartet, um die Probleme zu beheben.

Airbnb wurde in den letzten Monaten von vielen europäischen Großstädten kritisiert, weil viele Wohnungen in Ferienunterkünfte umgewandelt werden. Das führte zu starken Mietpreiserhöhungen in den Innenstädten. Auch die Hotelindustrie kritisiert die Vermittlung von viel preiswerteren Privatunterkünften.